Zum Inhalt springen
  • 030 - 26478607
  • Kontakt
  • Angstzustände

    Quälenden Stress und Angstgefühle bewältigen

    Mann sitzt auf dem Boden und schaut voller Angst mit Händen auf seinem Kopf

    Überblick

    Angstzustände können zu einer deutlichen Beeinträchtigung im Leben Betroffener führen. Mit der richtigen Therapie kann an Angstzuständen Erkrankten jedoch langfristig geholfen und die seelische Gesundheit wieder gestärkt werden.

    Mann sitzt niedergeschlagen in der Ecke des Raums in Embrio Stellung

    Was sind Angstzustände?

    Bei Angstzuständen handelt sich um anhaltende, gesteigerte sowie häufige Reaktionen von Angst, obwohl diese in den entsprechenden Situationen eher unangemessen ist. Angstzustände können folgend Leidensdruck und Beeinträchtigungen im Alltag hervorrufen. Hinter der Angst kann eine psychische Erkrankung stehen, so dass eine professionelle Abklärung bei häufigen Angstzuständen empfehlenswert ist, um bei Bedarf eine geeignete Therapie zu finden.

    Angstzustände können in jedem Alter, in verschiedenen Kontexten, Situationen und auch in Zusammenhang mit bereits bestehenden Erkrankungen auftreten. Sie sind behandelbar und können teils wieder vollständig verschwinden.

    Entstehung und Ursachen von Angstzuständen

    Wann und wo Angstzustände bei Betroffenen auftreten, kann individuell verschieden sein. Ähnlich, wenn auch von großer Bandbreite, sind die mit den Angstzuständen einhergehenden Beschwerden.

    Nahaufnahme von Händen, die Nervösität zeigen

    Phobien

    Bei Angststörungen kann es zu starken Reaktionen durch konkrete Auslöser, wie beispielsweise Tiere, kommen. Diese Form der Angststörung ist auch unter dem Namen „Phobien“ bekannt. Phobien können bereits ab dem Kindesalter auftreten oder sich erst später entwickeln. Eine Phobie kann zu einer Angststörung führen.

    Generalisierte Angststörung

    Angstzustände können im Rahmen einer generalisierten Angststörung auftreten. Bei dieser bestehen irrationale Ängste, häufig vor einem eigenen Unglück oder Tod oder dem einer nahestehenden Person. Eine generalisierte Angststörung kann ab dem Kindesalter auftreten.

    Im Rahmen einer Panikstörung

    Wenn ein Gefühl von Angst ohne konkrete Gefahr bleibt und anhält, aufgrund einer konkreten Situation in der Vergangenheit, kann einer Panikstörung mit Panikattacken vorliegen. Betroffene leiden dann insbesondere unter Angst vor den wiederkehrenden Angstzuständen und erleben dabei starke körperliche Symptome.

    Seelische Belastungen

    Hinter Angstzuständen können auch akute seelische Belastungen stecken. Diese sind Betroffenen nicht immer bekannt. Sie können im Rahmen einer Psychotherapie, wie beispielsweise einer tiefenpsychologischen Therapie, ausfindig gemacht und bearbeitet werden.

    Mit organischen oder psychischen Erkrankungen

    Angstzustände bzw. eine Angststörung tritt häufig in Kombination mit anderen organischen oder psychischen Erkrankungen auf. Eine genaue und professionelle Anamnese und Therapie ist deshalb essenziell, um einer Chronifizierung vorzubeugen sowie negative Konsequenzen in der Entwicklung oder des täglichen Lebens der Betroffenen Person zu minimieren.

    In der Diagnostik und Behandlung von Angststörungen erzielen die Oberberg Fachkliniken, im Einklang mit wissenschaftlichen Leitlinien, überzeugende Ergebnisse.

    Oberberg Privatkliniken

    Bei uns verbinden sich exzellente Medizin und persönlicher Rückzugsraum für Heilung und Neuausrichtung.

    In diesen Kliniken behandeln wir auf höchstem Niveau:

    Standorttyp

    Fragen und Antworten

    Weitere Informationen zu Angstzuständen

    Wann ist Angst krankhaft?

    Angstzuständen liegt die menschliche Basisemotion „Angst“ zugrunde. Angst stellt generell eine wichtige und berechtigte Emotion mit Funktion dar, um das Überleben zu sichern - insbesondere in der Evolution des Menschen. Tritt Angst jedoch in übermäßigem Ausmaß wie in Angstzuständen auf, kann sie das Individuum einschränken und krankhaft sein.

    Wie sehen Angstzustände aus?

    Angstzuständen und Angststörungen zeigen auf körperlicher, als auch gedanklicher Ebene, verschiedene Symptome. Menschen mit einer Angststörung leiden häufig unter mehreren verschiedenen Symptomen und Beschwerden. Häufige Beschwerden sind:

    Mental:

    • Konzentrationsprobleme
    • Grübeln
    • Sorgen
    • Gefühl der Unwirklichkeit (Derealisation)
    • Angst „verrückt zu werden“
    • Angst „die Kontrolle zu verlieren“
    • Angst zu sterben

    Körperlich:

    • Herzklopfen bzw. beschleunigter Herzschlag
    • Schwitzen
    • Zittern
    • Hitzegefühl
    • Kälteschauer
    • Taubheit
    • Kribbeln
    • Erstickungsgefühl
    • Beklemmungsgefühl in der Brust
    • Übelkeit
    • Magen-Darm-Beschwerden
    • Schwindel

    Wie werden Angstzustände behandelt?

    Die Therapie von Angstzuständen kann in der Therapie einer zugrunde liegenden Erkrankung liegen, sie kann jedoch auch in der Auflösung oder Bearbeitung auslösender und/oder aufrechterhaltender Faktoren liegen.

    Im Anschluss an eine professionelle Diagnostik kann eine Therapieempfehlung durch den Behandelnden Arzt gegeben werden. Die Betroffenen sind gefragt, dabei mitzuentscheiden.

    Häufige besteht die Therapie von Angstzuständen bzw. einer Angststörung aus:

    • Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung etc.)
    • Psychotherapie (ambulant oder stationär, Einzelgespräche oder Gruppentherapie)
    • Selbsthilfegruppen
    • Regelmäßiger sportlicher Aktivität
    • Medikation (SSRI, SNRI, Benzodiazepine)
    • Dabei schließen die Therapiebausteine sich keinesfalls gegenseitig aus, sondern können in der Behandlung kombiniert werden.

    Um Angstzustände langfristig zu behandeln, empfiehlt sich insbesondere eine Psychotherapie. Mit dieser ist es möglich, gute Ergebnisse in der Therapie von Angststörungen zu erzielen.

    Akute Zustände von starker Angst lassen sich kurzfristig mit der Einnahme von Psychopharmaka (Medikamente bei psychiatrischen Erkrankungen) therapieren. Dabei werden häufig Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer oder Benzodiazepine eingesetzt. Diese müssen ärztlich verordnet werden. Sie können mit erhöhten Risiken wie einer Abhängigkeit verbunden sein, Kontrollen von Blutwerten mitsichziehen und gewisse gesundheitliche Voraussetzungen erfordern.

    Betroffenen von Angstzuständen kann ein Austausch mit anderen Betroffenen helfen, ihre Erkrankung zu bewältigen, zu verarbeiten und einen Umgang damit zu lernen. Dabei kann der Besuch einer Selbsthilfegruppe weiterhelfen.

    Wie funktioniert eine Psychotherapie bei Angstzuständen?

    Bei Angstzuständen kann eine Psychotherapie aller Altersgruppen in verschiedenen Settings erfolgen: Ambulant, teilstationär in einer Tagesklinik oder vollstationär in einer Klinik. Die Psychotherapie kann im Einzelsetting, in einer Gruppe mit anderen Patienten und auch unter Einbezug von Familienmitgliedern bzw. Bezugspersonen stattfinden.

    Eine Rolle spielt außerdem das den Angstzuständen zugrunde liegende Krankheitsbild (z.B. eine soziale Phobie oder generalisierte Angststörung).

    Inhalte einer Psychotherapie bei Angstzuständen sind je nach Therapieverfahren etwas unterschiedlich. Generell sind häufige Schwerpunkte einer Psychotherapie bei

    Angstzuständen:

    • Vermeidungsverhalten zu reduzieren
    • Angst vor der Angst abzubauen
    • Auslöser für Angstzustände eruieren
    • Belastungssituationen bewältigen lernen
    • Entspannungstechniken einüben
    • Metakognitives Training („MKT“)

    Eine kognitive Verhaltenstherapie würde beispielsweise an der kognitiven Unterscheidung von realen und vermeintlichen Gefahren arbeiten, Übungen für außerhalb der Therapiestunden verordnen, eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aufbauen und eine Exposition (Aussetzung) der Ängste anstreben.

    Eine panikfokussierte psychodynamische Psychotherapie zielt auf die Exploration der unbewussten emotionalen Bedeutung der Angstvorstellungen ab. Auch die Untersuchung von Ambivalenzen wird vorgenommen. Ein Aussetzen gegenüber dem angstauslösenden Reiz/der Situation findet nicht statt. Ein Fokus wird auf das Erleben der Beziehung sowie auf das Handeln gegenüber dem Therapeuten durch die Betroffene Person gelegt.

    Was ist Metakognitives Training („MKT“)?

    Metakognitives Training („MKT“) geht davon aus, dass emotionaler Stress weniger durch die gedanklichen Inhalte entsteht, als viel mehr durch die Reaktion der Person darauf. So kann beispielsweise Grübeln an sich emotionalen Stress bei einer Angststörung verursachen und weniger das Thema, über das ständig nachgedacht wird.

    So zielt metakognitives Training bei Angststörungen darauf ab, Abstand zu Gedankenprozessen zu erreichen. Dies hat sich beispielsweise bei Phobien, generalisierter Angststörung, Zwangsstörung, Depression und weiteren psychischen Erkrankungen als hilfreich erwiesen.

    Quellen

    Beutel, M.E., Wiltink, J. & Subic-Wrana, C. (2012). Psychodynamische Therapie von Angststörungen. Psychotherapie 17. Jahrgang, Band 17(1), 88-98. sbt-in-berlin.de/cip-medien/08.-Beutel.pdf

    Heeg, H., Lindemann, C., Dirmaier, J., Verthein, U. & Härter, M. (2022, November). Angst und Angstzustände. Psychenet. psychenet.de/de/psychische-gesundheit/themen/angst-und-angstzustaende.html

    Hunger, S. (2019, 19. Dezember). Generalisierte Angststörung bei Kindern. Psychologisches Institut der Universität Zürich: Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie. spsychologie.uzh.ch/dam/jcr:ad86f051-cb6e-4dc0-9aaf-16e4532b0f75/Generalisierte_Angstst%C3%B6rung_bei_Kindern_Sina_Hunger.pdf

    Schweiger, U. (01. Oktober 2012). Metakognitives Training bei Angst und Depression. Technische Universität Dortmund. sfbs.tu-dortsmund.de/handle/sfbs/797

    Kontaktaufnahme

    Eine Aufnahme in unsere Privatkliniken ist in der Regel zeitnah möglich.

    Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung telefonisch, oder schreiben Sie uns per Kontaktformular.